Dir schmeckt Riesling? Diese Weine solltest du als Nächstes probieren

Riesling ist nicht gleich Riesling. Finde heraus, was du an deinem Riesling magst – und welche Rebsorte dich von dort aus weiterbringt.

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8/12/20263 min read

Die 3 wichtigsten Drops

  • Riesling ist nicht gleich Riesling. Trocken, fruchtig, spritzig oder mit etwas Süße – je nachdem, was du magst, führen unterschiedliche Wege weiter.

  • Frag dich, was dir am Riesling gefällt – die Frische, die Säure,die Frucht oder die Leichtigkeit. Das ist dein Kompass für die nächsteFlasche.

  • Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc, Albariño, Chenin Blanc oder Gewürztraminer – je nach Vorliebe ist eine dieser Rebsorten dein nächster spannender Schritt.

Du stehst im Weinregal, greifst wie so oft zum Riesling – und denkst kurz: „Eigentlich könnte ich auch mal was anderes probieren." Nur wonach genau greift man dann? Die Regale sind voll, die Etiketten sagen einem oft nichts, und „irgendein Weißwein" fühlt sich wie ein Rückschritt an. Dabei hast du eigentlich schon einen wichtigen Hinweis auf deinen Geschmack: Riesling schmeckt dir. Die Frage ist nur, **welche Eigenschaft** genau es ist, die dir daran gefällt. Sobald du das weißt, kannst du gezielt weitersuchen – statt einfach irgendeinen anderen Weißwein zu greifen.

Warum „ich mag Riesling" noch nicht viel aussag

Riesling kann sehr unterschiedlich ausgebaut werden und entsprechend unterschiedlich schmecken. Es gibt ihn knackig-trocken und schlank, es gibt ihn mit spürbarer Frucht, und es gibt ihn mit einem Hauch Süße, der die Säure schön ausbalanciert. Zwei Menschen, die beide sagen „ich mag Riesling", können damit ziemlich unterschiedliche Weine meinen.

Das ist auch der Grund, warum „probier doch mal einen anderen Weißwein" als Tipp so wenig hilft. Ohne zu wissen, was dir am Riesling gefällt, ist jeder Vorschlag ein Schuss ins Blaue. Deshalb lohnt es sich, kurz nachzudenken, bevor du zur nächsten Flasche greifst.

Was magst du am Riesling? Und was probierst du als Nächstes?

Dir gefällt die Frische am Riesling, gerne mit einer würzigen Note? Dann probier Grüner Veltliner

Riesling hat oft eine spürbare Frische. Wenn dir genau diese Frische gefällt und du dazu Lust auf eine etwas würzigere Facette hast, ist Grüner Veltliner eine gute Adresse. Er ist meist ebenfalls frisch, bringt aber häufig zusätzlich eine würzige Note mit, die an weißen Pfeffer erinnert. Wenn dir an Riesling die Frische gefällt und du dazu gerne eine würzige Note magst, ist Grüner Veltliner ein naheliegender nächster Schritt.

Dir gefällt, wie klar und eindeutig ein Riesling riecht und schmeckt? Dann probier Sauvignon Blanc

Manche Rieslinge haben ein Aroma, das man sofort erkennt – deutlich, präsent, kaum zu übersehen. Wenn dir genau das gefällt, ist Sauvignon Blanc einen Blick wert. Sein Aroma ist meist sehr ausgeprägt, oft mit einer grasigen oder zitrusartigen Note, die schon beim ersten Schnuppern klar erkennbar ist. Für alle, die an Riesling schätzen, dass er nicht neutral schmeckt, ist Sauvignon Blanc eine naheliegende nächste Station.

Dir gefällt die Zitrusfrucht am Riesling? Dann probier Albariño

Viele Rieslinge haben eine Frucht, die in Richtung Zitrone oder grüner Apfel geht. Wenn genau das dein Ding ist, lohnt sich ein Blick auf Albariño aus Nordwestspanien. Er bringt oft eine ähnlich ausgeprägte Zitrusfrucht mit wie viele Rieslinge, meist kombiniert mit einer angenehmen Frische. Wenn du an Riesling vor allem die zitrusbetonte Frucht magst und nicht unbedingt das würzige oder intensiv-aromatische Element, ist Albariño einen Versuch wert.

Dir gefällt die Frische am Riesling, aber du magst gern etwas mehr Fülle? Dann probier Chenin Blanc

Manche Rieslinge bringen neben ihrer Frische auch etwas mehr Fülle im Mund mit – sie wirken runder, nicht ganz so schlank wie ein sehr schlanker, knackiger Riesling. Wenn dir genau das gefällt, ist Chenin Blanc einen Versuch wert. Er behält oft eine spürbare Frische, hat dabei aber häufig mehr Substanz als ein sehr schlanker Riesling. Wenn dir an Riesling die Frische wichtig ist, du aber gerne etwas mehr Gewicht im Glas magst, könnte dir Chenin Blanc gefallen.

Dir gefällt die blumig-fruchtige Seite am Riesling? Dann probier Gewürztraminer

Manche Rieslinge haben eine deutlich blumige, fruchtige Seite – Aromen, die eher an Blüten oder reife Frucht erinnern als an Zitrus. Wenn dir genau das an Riesling gefällt, ist Gewürztraminer eine naheliegende Entdeckung. Er ist bekannt für sein sehr intensives, blumiges Aroma, oft mit Noten in Richtung Rose oder Litschi. Ob ein Gewürztraminer trocken oder mit etwas Süße ausgebaut ist, ist von Wein zu Wein unterschiedlich – im Mittelpunkt steht bei ihm vor allem die Aromatik, nicht die Süße.

Der Trick: Nicht die Rebsorte, sondern deinen Geschmack verfolgen

Du musst nicht wissen, ob ein Wein „gut" ist, um ihn zu mögen. Du musst auch nicht alle fünf Rebsorten kennen, um weiterzukommen. Es reicht, wenn du dich beim nächsten Glas Riesling kurz fragst: Ist es die Frische? Die Frucht? Die Leichtigkeit? Vielleicht ein Hauch Süße?

Von da aus hast du bereits eine Richtung – und jede Flasche, die du darauf aufbauend probierst, bringt dich ein Stück näher an deinen eigenen Geschmack. Genau das ist am Ende spannender als jede Rangliste: dein eigener Weg durchs Weinregal.

Gute Weine. Einfach entdecken.